Sexting

Das Wort „Sexting“ setzt sich zusammen aus den Worten „Sex“ und „Texting“. Es beschreibt das Versenden erotischer Fotos oder Videos von sich selbst mit Hilfe von Computer oder Smartphone. Erotische Bilder können Aufnahmen in Badehose, Bikini und/oder Unterwäsche sein oder Fotos unbekleideter Körperpartien wie z. B. Oben-ohne-Aufnahmen. Die Anwendungen Snapchat und WhatsApp werden häufig für das Versenden erotischer „Selfies“ genutzt. Für einen Teil junger Menschen ist „Sexting" normaler Bestandteil ihrer Online-Kommunikation. Die Gründe hierfür sind vielfältig.

Problematisch kann es werden, wenn Sexting-Fotos nicht nur an die Person, für die sie gedacht waren, gelangen, sondern auch an andere Personen versandt werden. Das kann versehentlich oder aus Absicht geschehen, wenn z. B. eine Freundschaft im Streit auseinander bricht und man sich an der ehemaligen Freundin (oder dem Freund) rächen will.

Fakten

Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs:

Heimlich in einer Wohnung oder in der Umkleidekabine jemanden filmen oder fotografieren ist verboten (gemäß § 201a StGB) und man macht sich dadurch strafbar. Auch das Weiterleiten solcher Fotos kann strafbar sein.

Besitz und Weitergabe pornografischer Fotos:

Je nach dem was auf dem Bild zu sehen ist, kann es ein pornografisches Foto sein. Besitz und Weitergabe von solchen Bildern kann gemäß §§ 184, 184b, 184c und 185 StGB strafbar sein. Ausführliche Informationen hierzu findest du hier.

Wer Fotos von anderen im Internet veröffentlichen möchte, muss deren Genehmigung dazu haben. Wenn du Fotos ohne diese Einwilligung veröffentlichst, ist das ein Verstoß gegen das Kunsturhebergesetz (§§ 22,23 i. V. m. § 33 KunstUrhG) und damit strafbar.

Betroffene und Beteiligte

Wenn jemand erotische Selfies von sich gemacht hat und diese Bilder jemand anderem schicken möchte, sollte er vorher genau überlegen, ob der Empfänger vertrauenswürdig ist. Er sollte darüber nachdenken, was mit den Fotos oder Videos geschieht, wenn die Freundschaft auseinanderbricht oder aus Freunden Feinde werden. Sind die Bilder erst einmal weitergegeben, hat man keine Kontrolle mehr über die weitere Verwendung. Am sichersten ist es, solche Bilder nicht weiter zu geben, auch nicht an die besten Freunde.

Beachte, dass Messenger-Apps wie z.B. Snapchat, die vorgeben, für gesendete Bilder keine Speicherfunktion anzubieten und diese nur für eine bestimmte Zeit beim Empfänger anzuzeigen, mittels Screenshot-Funktion oder abfotografieren ausgetrickst werden können.

Bewertung

Du arbeitest aktuell als anonymer Benutzer.<br/>Melde Dich für personalisierte Bewertungen an.<br/> Klicke in die Bewertungsleiste Melde Dich bitte an, um zu bewerten

DIESEN ARTIKEL ...

Seite zur Sammlung hinzufügen
Sexting
 
print version